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Freitag, 15. August 2008

Gibt es eine sprache in der man nicht flüstern kann?

Ja, die gibt es und zwar genau hier, also da, wo ich grad bin. Hier oder da, oder wo auch immer ist AFRIKAAA!!!
Mein traum hat sich erfüllt. Ich bin dort angekommen, wo ich schon immer hinwollte. Afrika, südafrika, Kapstadt. Zusammen mit miriam arbeite ich im nobantu Centre, ein Center wo kinder nach der Schuke hinkommen und etwas zu essen, zu trinken bekommen und spielen können, tanzen können und spaß haben können. Es ist echt super hier. Jede menge nette leute, eine super schöne atmosphäre und ganz viel spaß. Ich kann schon nach dieser kurzen zeit nicht mal mehr genau beschreiben, was ich schon alles gesehen hab, erlebt hab.
Aber Miri und ich haben eine besondere entdeckung gemacht. Man kann hier nicht flüstern. Man kann es zwar versuchen, bruchstückweise auch hinbekommen, aber die Klick Laute der afrikanischen Sprache Xhosa sind einfach zu laut… habt ihr schon mal versucht leise zu klicken? Vergesst es, das ist vergeblich, denk ich…
So… dann will ich euch noch mal ein bisschen neidisch machen und euch erzählen, wie wunderschön die sicht auf den tafelberg ist. Wenn die sonne am abend ganz sanft den berg anstrahlt und dieser in wolken gebettet geduldig, ruhig und so erhaben direkt vor ienem zu stehen scheint, dann merkt man mal wieder, wie wundervoll Gottes großartige Schöpfung eigentlich ist, und wo man sich gerade befindet. Am anderen ende der welt.
Fährt man vorbei an den townships, kommt man aus dem staunen nicht mehr raus. Was man hier sieht ist kaum zu glauben… ich bin beeindruckt, beeindruckt die realität zu sehen, nicht nur theoretisch zu kennen. Zu erleben, wie krass das alles wirklich ist. Wie die menschen hier leben, wie sie sind. Es ist toll,es ist erschreckend, es ist anders, es ist spannend, es ist traurig, es berührt, es ist interessant, es ist einfach nicht in worte zu fassen. Es ist ein gefühl das nicht greifbar ist, weil wir uns das nicht vorstellen können, weil wir es nicht kennen, diese Armut, diese Art zu leben und diese Lebensfreude. Von vielen dingen sollten wir uns eine scheibe abschneiden. Mhh.. warum nicht gleich ein ganzes stück?
Was wir hier lernen, lernen wir von den kindern. Sie haben uns schon in ihr herz geschlossen. Wir spielen fußball, drehen uns auf dem kleinen karussel, lassen uns wirklich professionell die haare gestalten (und wer darin ironie zu finden vermutet liegt falsch – sie sind kleine profis, boys and girls) und lernen zu klicken, die sprache zu sprechen. Eine tolle sprache, schwierig, weil sie so fremd ist, aber toll… am schwierigsten ist es, sich die namen der kinder zu merken. Dabei gibt es hier so tolle, wunderschöne namen, doch auch so unbekannt, ungewohnt… gebt uns noch etwas zeit. Dafür, dass wir erst so kurz hier sind klappt das schon ganz gut.

Ndizokubona ngomso –
bis morgen…( was so viel bedeutet wie „bis irgendwann“…)

be blessed, die Inka

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