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Montag, 15. Dezember 2008

Hey, Miss joburg!

Eine woche. Ein wettkampf. Eine stadt. Tausend dinge zu erzählen… so ist das eben, wenn man mal grad so wegfährt.
Und das fazit meiner reise: gut, dass ich in cape town wohne!
Dienstag vor einer woche ging es im minibustaxi los. Geplante abfahrt 16.oo uhr. Wir haben mfuleni um ca 19.00 uhr dann wirklich verlassen. Fahren, fahren, halten, fahren, halten, fahren, fahren. Der „bus“ war voll, es war unglaublich heiß. Selbst das öffnen eines fensters hat nicht viel geholfen. Die frische luft hat beschlossen lieber da zu bleiben wo sie ist – draußen. Schade für uns. Der bus wurde ruhiger, alle begannen zu schlafen. Sisipho, die jüngste tänzerin, die am wettbewerb teilgenommen hat, hat beschlossen es sich auf mir bequem zu machen. Gerne doch. Stört mich ja wirklich nicht, nur die hitze im bus war auch alleine schon unerträglich genug. Beim rastplatz dann mit nasser hose und nassen top (es war wirklich heiß) beinchen bewegen und spüren, dass jene welche zum gehen da sind. Weiter.
Vorbei an schönen, nein, wunderschönen landstrichen, mal schlafen, mal wachen und plötzlich war Mittwoch. Um ca 15.00 uhr sind wir dann in brakpan, dem ort unserer unterkunft, angekommen. Ein skeptischer blick auf diese, etwas verwunderung… na, was erwartet uns? Wir steigen aus dem „bus“ aus – hitze fliegt uns ins gesicht… joburg hitze ist anders als cape town hitze. Unangenehmer irgendwie…ab in die unterkunft… und von da an waren die gewürze in der suppe. Die fahrt hatte ihren besonderen charakter. Ich sag mal so: 26 leute, 4 Zimmer, 4 Betten insgesamt, ein dreckiges bad, eine küche ohne küche(nutensilien) und ein kleiner raum, den wir der ironie zuliebe „reception“ genannt haben. Ein traum jedes reisenden. Wir hatten alle ne decke und ein kissen dabei. Mit dieser ausstattung haben dann, bis auf einige wenige, alle auf dem harten holzboden geschlafen. Warum das alles? Es gab wohl missverständnisse bei der organisation. Es hieß das guest house sei ein richtig gutes guesthouse. Letztendlich stellte sich heraus, dass es nicht einmal den namen guesthouse verdient. Brakpan ist auch ei schlafendes plätzchen… mein erster gedanke war… „ich wusste gar nicht, dass es in südafrika auch ne DDR gegeben hat. Alles grau, wenig leben, alt… so wie es in manchen deutschen orten eben auch der fall ist…
Trotz dieser unerwarteten überraschung hatten wir dort eine schöne zeit. Die unterkunft ist eben nicht alles.nund glücklicherweise haben uns die jungs für die zweite und die folgenden nächte ne Luftmatratze geliehen! Dann am nächsten tag gings zum wettkampf. Zwei unserer paare sind südafrikanische meister jetzt. Insgesamt gabs 8 pokale. Wir sind eben gut!
Die tänzer waren beeindruckend, es hat spaß gemacht zuzuschauen. Meine knie haben gezittert, ich hätte am liebsten selber getanzt. Es war schwer still zu sitzen – vor allem so lange! Denn wir haben ca zwei tage dort nur zugeschaut… sitzen, sitzen, sitzen. Aber gut. Ich bin jetzt hoch-motiviert die nächsten tänze zu lernen und werde auch mit ballroom dance anfangen. Beim nächsten wettkampf bin ich dabei – als teilnehmer! You`ll see!
Samstag haben wir uns dann carnival city, den ort, wo der wettkampf stattfinden sollte, genauer angeguckt. Das ist auch ein casino.. ziemlich groß und interessant) Hab mich dort ein paar mal mit den security leuten auseinandersetzen müssen, weil ich ne camera daei hatte (na gut, 2, foto + video…) man darf da natürlich keine bilder machen. Schade, zu spät… leider wusste meine camera das nicht… ;)
Es war ein echt schöner tag. Wir alle haben verrückt gespielt und jeden sch… gemacht. Kennt man ja. Dann noch streetwise two essen bei kfc (das gibt’s hier immer gaaanz viel) und wieder zurück in die traumwohnung… Sonntag haben wir dann die rückreise angetreten und waren Montag morgen um ca 5.00 uhr wieder in mfuleni.
Es war eine echt schöne zeit – trotz der wohnung und dem stress, der sich verpfllegungstechnisch aus der nicht vorhandenen küche ergsb. Aber alles in allem hatten wir ne echt schöne zeit und ich würde es immer wieder machen. Unsere kids waren sehr gut, mal wieder, wie immer. Und die gruppe hstte spaß. ich hab alle besser kennengelernt und jede menge kleinigkeiten erlebt. Aber das hier alles festzuhalten ist schwer. Man kann es nur nachempfindenn, wenn man die kultur hier kennt, oder es erlebt hat.
Aber an einem erlebis möchte ich euch noch teilhaben lassen.
Plötzlich während der competition.
„inka, kannst du uns helfen? Wir brauchen dich!!“
„ja, was kann ich tun?“
„du musst tanzen.“
„“
„würdest du das tun?“
„ …………. Ähhhh… ich? Tanzen? Was denn? Wieso weshalb warum?“
„ es gibt ne änderung. Ein paar von unseren tänzern haben was getauscht und jetzt fehlt einem tänzer die partnerin.“
(schock. Herz rast, knie zittern, komplette nervosität)
„gebt mir schuhe und ein kleid und ich machs!“
Wow… ich hab mich vielleicht gefühlt. Ich tanze ja noch nicht lange und kann nicht alle tänze, aber hätte er gar nicht getanzt, hätte er gar keinen punkt bekommen. Ich hab es als ehre empfunden diese möglichkeit zu haben, nach so kurzer zeit training. Ich hätte die herausforderung angenommen, auch wenn man gesehen hätte, dass ich das noch nicht lange mache und ich nicht in diese klasse gehöre. Aber was solls. Ich seh die meisten eh nie wieder.
Es gab dan noch ein bisschen hin und her – letztendlich hat sich noch eine andere von unseren tänzerinnen gefunden, sodass ich nicht tanzen brauchte, aber ich hab bestimmt noch ne halbe stunde danach gezittert… it made my day. Krasse sache und ne ehre. Stellt euch mal vor: inka tanzt auf südafrikas größten tanzwettbewerb! Hört sich gut an, ne! ;)
So… ihr seht also, ich hatte spaß und würde das immer wieder machen – diese reise antreten.
Doch jetzt sind erstmal ferien und dann kommt weihnachten und so! schade eigentlich… ;)
Als ich zurückgekommen bin hatte ich hier übrigens den namen miss joburg, weil miri immer ohne mich gesichtet wurde und jeder gefragt hat, wo ich bin. Mit joburg hat keiner gerechnet!
Aber ich kann wirklich sagen. Ich liebe kapstadt, auch wenn ich mich darauf freue mir joburg noch mal genauer anzugucken.
Nach meiner rückkehr in die afrikanische heimat hab ich mit miri auf jeden fall erstmal den 2. advent nachgefeiert, denn das konnten wir sonntagt ja nicht zusammen machen. Und es gab jede menge zu erzählen. Es ist eben hart eine woche gtrennt zu sein… ;)
In diesem sinne… sobonana!

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