Stop right here...

...
this is my new site... and you are welcome, of course!
I am in africa now. Far, far away. But you have got the possibility to stay in contact with me!! just read my posts below and answer them. Write me an e-mail or whatever...
And I will tell you what's going on down here!
Well, have fun!

welcome to...

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Freitag, 22. August 2008

Rhhhh… Wuff….

Hunde. Viele, kleine, große, kranke, junge, alte, schlafende, bellende, schüchterne, scheue, ignorante, süße, liebe, aber vor allem zu bedauernde und viel zu wenig geliebte.
Straßenhunde gibt es hier ohne Ende. Und wenn mal jemand einen Hund zu Hause hat, dann nur draußen auf dem Hof. Ein Hund, der im Haus lebt? Damit stößt man überall auf schockierende Blicke. Trotzdem sind alle von den Bildern von Angy und mir begeistert.
So oft ist in letzter Zeit das Gespräch auf Angy gekommen. Entweder, weil man mein Hintergrundbild auf meinem laptop sieht, weil man mich fragt, ob ich Geschwister habe (und ich dann immer sage, dass sie meine Schwester war, was auch stimmt) oder weil jemand ängstlich einem Hund ausweicht oder sich wundert, warum ich mit fast jedem Hund spreche, an dem ich vorbeigehe. Mit einem bin ich auch schon befreundet. Anfangs hatte er sehr viel Angst, doch inzwischen freut er sich mich zu sehen und gestreichelt zu werden.
Mir tun die Tiere hier (und an so vielen anderen Orten der Welt) einfach nur leid. Es ist schlimm zu sehen, wie sie aussehen. Und wenn man das erlebt, dann ist es auch kein Wunder, dass man hier nie einem Hund im Haus halten würde. Das kennt und macht man hier nicht. Andere Kultur eben.
Aber ich bin sicher Angy würde sich freuen zu wissen, dass es auch hier, so weit weg von Deutschland, Menschen gibt, die sie faszinierend finden.
Denn das ist sie.
Just personal stuff, gehört eben auch dazu.
Inka

welcome back...

...at school.
Gerade das Abi in der Tasche und schon geht’s wieder in die Schule… Find ich persönlich jetzt gar nicht so schlimm, weil ich ja immer gern zur Schule gegangen bin…
So und jetzt noch mal von vorne…
Hier im Township gibt es ne High School. Und heute waren wir mit einer Mitarbeiterin von Women for Peace in der Schule, weil wir etwas mit dem Schulleiter besprechen mussten. Dieser hat uns gleich sehr freundlich empfangen und uns herzlich begrüßt. Wir werden jetzt wahrscheinlich ein paar Projekte mit der Schule zusammen organisieren und wir dürfen vielleicht am Afrikaans Unterricht teilnehmen und auch selbst Projekte leiten. Ja, das ist schon schön. Von einer Schule in die andere… Man hört ja bekanntlich nie auf zu lernen, ist auch ganz gut so.
Bald ist Wochenende! Nicht das mir die Arbeit unter der Woche hier keinen Spaß macht… Ganz im Gegenteil, aber am Samstag fahren wir wahrscheinlich direkt nach Cape Town und treffen uns dort mit Elke – sie ist auch vom Elm aus hier in Südafrika. Dann heißt es wieder: ab ins Taxi! ;) Das ist ne lustige Angelegenheit hier mit dem Taxi zu fahren, aber es ist lustig und ziemlich günstig. Mein Bruder Toto wird uns begleiten und uns den Weg zeigen (und natürlich auf uns aufpassen). Unser Pakt lautet: Ich beschütze ihn vor Hunden, er uns vor allem anderen. Quite good…
Bye guys…
Inka

Montag, 18. August 2008

Is there still hair left???

Das ist eine sehr wichtige und gute Frage, die sich uns jeden tag aufs Neue stellt. Im Moment können wir sie noch mit ja beantworten. Wie gesagt..noch…
Denn jeden Tag den wir im Center mit den Kinden verbringen, verlieren wir ein paar weitere Haare. Warum? Ganz einfach… Alle träumen davon Friseur zu werden und möchten alles bei uns testen. Unsere Haare faszinieren die kleinen und sie scheinen es zu lieben darin herumzuwühlen, sie zu kämmen, zu flechten oder Zöpfe zu machen. Und wir lieben es abends festzustellen, dass wir noch was zu kämmen haben.
Die Kinder sind super. Sie haben uns schon nach so kurzer Zeit in ihr Herz geschlossen und freuen sich darauf mit uns zu spielen. Sie bringen uns Xhosa bei (und sie sehr geduldig was das klicken angeht), zeigen uns ihre Spiele und singen Lieder für und mit uns.
Gestern haben wir bei der Theatergruppe mitgemacht. Ich muss sagen, die Jugendlichen können sehr gut schauspielern, sie sind super talentiert. Miri und ich haben dann beschlossen mit ihnen Freeze zu spielen (ganz zufällig eines meiner Lieblingsspiele). Dabei spielen immer zwie leute eine beliebige Szene, bis eine Person von einem weiteren Spieler abgelöst wird. Dann spielen die nächsten beiden die nächste Szene. Alle hatten solchen Spaß dabei, wir haben so viel gelacht, es war ein schönes Miteinander.
Ja ich kann nur immer wieder sagen, dass es mir immer besser gefällt. Ich kann hier so viele Dinge machen, die ich gerne mache. Ich kann tanzen (die Mädels wollen unbedingt Ballett lernen), ich kann schauspielen, ich kann planen, ich kann Morris Dancing machen, ich kann Rapper tanzen, ich kann Sport machen und kann ganz nebenbei noch ne neue Sprache lernen(Xhosa ist einfach wundervoll) und das alles bei tollem Wetter direkt vor dem Tafelberg, der von der Sonne angestrahlt wird und uns zulächelt. Das ist ein Leben.
Das soll aber nicht heißen, dass ich nicht an euch denke und euch nicht vermisse. Das tue ich nämlich trotzdem. Aber ein bisschen neidisch machen, kann ich euch ja trotzdem. Nein, ich möchte nur, dass ihr wisst, dass es mir hier richtig gut geht und ihr euch keine Sorgen machen müsst. You see?
Hamba kakuhle (Stay well)

Freitag, 15. August 2008

Gibt es eine sprache in der man nicht flüstern kann?

Ja, die gibt es und zwar genau hier, also da, wo ich grad bin. Hier oder da, oder wo auch immer ist AFRIKAAA!!!
Mein traum hat sich erfüllt. Ich bin dort angekommen, wo ich schon immer hinwollte. Afrika, südafrika, Kapstadt. Zusammen mit miriam arbeite ich im nobantu Centre, ein Center wo kinder nach der Schuke hinkommen und etwas zu essen, zu trinken bekommen und spielen können, tanzen können und spaß haben können. Es ist echt super hier. Jede menge nette leute, eine super schöne atmosphäre und ganz viel spaß. Ich kann schon nach dieser kurzen zeit nicht mal mehr genau beschreiben, was ich schon alles gesehen hab, erlebt hab.
Aber Miri und ich haben eine besondere entdeckung gemacht. Man kann hier nicht flüstern. Man kann es zwar versuchen, bruchstückweise auch hinbekommen, aber die Klick Laute der afrikanischen Sprache Xhosa sind einfach zu laut… habt ihr schon mal versucht leise zu klicken? Vergesst es, das ist vergeblich, denk ich…
So… dann will ich euch noch mal ein bisschen neidisch machen und euch erzählen, wie wunderschön die sicht auf den tafelberg ist. Wenn die sonne am abend ganz sanft den berg anstrahlt und dieser in wolken gebettet geduldig, ruhig und so erhaben direkt vor ienem zu stehen scheint, dann merkt man mal wieder, wie wundervoll Gottes großartige Schöpfung eigentlich ist, und wo man sich gerade befindet. Am anderen ende der welt.
Fährt man vorbei an den townships, kommt man aus dem staunen nicht mehr raus. Was man hier sieht ist kaum zu glauben… ich bin beeindruckt, beeindruckt die realität zu sehen, nicht nur theoretisch zu kennen. Zu erleben, wie krass das alles wirklich ist. Wie die menschen hier leben, wie sie sind. Es ist toll,es ist erschreckend, es ist anders, es ist spannend, es ist traurig, es berührt, es ist interessant, es ist einfach nicht in worte zu fassen. Es ist ein gefühl das nicht greifbar ist, weil wir uns das nicht vorstellen können, weil wir es nicht kennen, diese Armut, diese Art zu leben und diese Lebensfreude. Von vielen dingen sollten wir uns eine scheibe abschneiden. Mhh.. warum nicht gleich ein ganzes stück?
Was wir hier lernen, lernen wir von den kindern. Sie haben uns schon in ihr herz geschlossen. Wir spielen fußball, drehen uns auf dem kleinen karussel, lassen uns wirklich professionell die haare gestalten (und wer darin ironie zu finden vermutet liegt falsch – sie sind kleine profis, boys and girls) und lernen zu klicken, die sprache zu sprechen. Eine tolle sprache, schwierig, weil sie so fremd ist, aber toll… am schwierigsten ist es, sich die namen der kinder zu merken. Dabei gibt es hier so tolle, wunderschöne namen, doch auch so unbekannt, ungewohnt… gebt uns noch etwas zeit. Dafür, dass wir erst so kurz hier sind klappt das schon ganz gut.

Ndizokubona ngomso –
bis morgen…( was so viel bedeutet wie „bis irgendwann“…)

be blessed, die Inka