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Mittwoch, 29. April 2009

just enjoy...

ab zum cape point!
lena, miri und inka wollen ein bisschen natur sehen. und das ist hier in kapstadt nicht gerade schwer. ein bisschen fahren und schon ist man an einem der schönsten orte der welt. am möchtegern südlichsten punkt afrikas. ja, nur möchtegern, denn es geht noch südlicher (da waren wir auch schon, wie ihr wisst, aber das hab ich ja schon erzählt. und ich möchte euch ja nicht noch neidischer machen, oder...?) karfreitag haben wir genutzt um also die paar kilometer zum cape of good hope hinter uns zu lassen und uns die sonne auf den bauch scheinen zu lassen. wir waren ja nun schon einige male dort, haben uns aber immer die gleichen sachen angeguckt, so das typische. den cape point an sich und das cape of good hope - ja es sind zwei unterschiedliche orte an einem. komisch, aber wahr. wir wollten diese tour jedoch mit einem schönen strandbesuch verbinden. so haben wir uns auf gemacht, neue strecken zu erkunden...

...da war er. gold glitzernd im warmen sonnenschein. das goldgelbe licht vom wind durch die luft geweht, grüne gräser, die sanft die bewegung des windes imitieren, eins mit ihm werden, sich seinem Rhythmus völlig hingeben. der blaue himmel lacht uns entgegen und lässt seine farbe eins werden mit dem klaren wasser des atlantiks, der sich zu unseren füßen ergießt. ein szenario wie im paradies. wir lassen unser auto hinter uns und machen uns zu fuß auf den weg zum wasser. die wellen umspülen meine füße, als wollten sie mich sanft bitten ihnen in das tiefe blau zu folgen. diesem wunsch gehen ich nach. langsam und vorsichtig bahne ich mir den weg durch das blaue nass, während miriam und lena mich vom sicheren ufer beobachten. warm ist es nicht, das stimmt. doch die schönheit der natur lässt die ersten schritte in die kälte einfach erscheinen und nach den füßen ist auch der restliche einstieg kein problem mehr. der wind singt uns ein lied, das lied des lebens und gibt uns das gefühl der freiheit. das gefühl, nach dem man sich so oft sehnt. ich drehe mich um, schaue aufs land und genieße, was ich sehe. ein strauß steht nicht weit von uns entfernt im grünen und lässt die welt an sich vorbeigehen. direkt daneben steht ein kleiner strauß, der die welt noch nicht in ihrer ganzen fülle kennen lernen konnte. ein bisschen weiter links sitz ein affe. er hat sich gerade die picknicktasche einer familie geklaut und genießt nun die köstlichsten speisen, während er model steht für die kameras der touristen. ein verwegener blick nach links, ein verwegener blick nach rechts und jetzt wird weiter gegessen. ich verlasse nun das meer, trenne mich schweren herzens von ihm und begebe mich wieder auf das sichere land. wir nähern uns dem affen mit gebotener vorsicht und sagen den touris, sie sollen ihn lieber in ruhe lassen. die kleinen tierchen, die so harmlos aussehen, können ziemlich gewalttätig werden, wenn man sie provoziert. wer kann das nicht? anderen empfehlen wir, das mit essen vollgestopfte auto lieber zu schließen, denn ein affe hat auch nichts gegen eine spazierfahrt im essensparadies einzuwenden. warum auch? so bahnen wir uns unseren weg zum auto, lassen unserer weisheit (nicht lachen) freien lauf und werfen einen letzten blick auf die schönheit, die sich uns darbietet. zurück im auto gehts dann weiter zum cape of good hope. voller tatendrang erklimmen wir gemeinsam einen kleinen hügel um eine weiter wunderschöne aussicht genießen zu können. steil geht es vor und hinter uns herunter, doch wir kennen keine angst. (schon gut, ist etwas übertrieben...) ich sehe einen felsen vor mir und schon ist es um mich geschehen. dort hinauf, das muss jetzt sein. dort oben stehen, die arme ausbreiten und das gefühl haben, mehr freiheit kann man nicht spüren. das will ich. so klettere ich hinauf und bin nach kurzer zeit oben. mein blick schweift über die felsen neben mir, über das blaue meer weit unter mir, über die grüne landschaft hinter mir, über die wellen, die sich überschlagen und nicht schnell genug das ufer erreichen können, so scheint es. das wogende wasser lässt die wellen an die felsen schlagen. kleine tropfen glänzen im licht der warmen sonne und werden wieder eins mit dem tiefen blau. der wind hat noch nicht aufgehört zu singen. die felsen helfen ihm dabei, die melodie so klingen zu lassen, wie sie klingt. auch die gräser und vor allem das meer stimmen ein. die meoldie der natur klingt wunderbar in meinen ohren. so stehe ich da, mit ausgebreiteten armen und lasse die eindrücke auf mich niederregnen. frei, so frei. dieser moment zählt zu jenen, die man nicht teilen kann, einer dieser momente, der nur dir gehört. dir ganz allein. und dennoch möchte ich euch daran teilhaben lassen und gebe ihn an euch. versucht es in gedanken nachzuempfinden, nachzuleben und euch frei zu fühlen im stress des alltags, zwischen arbeit, aufgaben, pflichten. behaltet ein kleines stückchen von diesem gefühl in euch, jeden tag, damit ihr nicht vergesst, was es da draußen alles zu sehen, erleben, zu fühlen gibt.



liebste grüße, Inka

4 Kommentare:

Lena hat gesagt…

Ein traumhaft schöner Ausblick und noch schöner,wenn man ihn selbst miterlebt hat.:)Ich wünschte ich wäre jetzt gerade noch mal da, den wenn ich mir das Wetter hier so angucke würde ich sofort die Zeit wieder zurück drehen wollen.

Schön,dass es jetzt endlich Fotos von der schönsten Zeit die wir zusammen erlebt haben für alle zu sehen gibt.
Hab dich gaanz doll lieb.
Helene Müller

Anonym hat gesagt…

inka... diese seltsame bescheidenheit von dir, die besagt, dass du deine leser nich neidisch machen willst, is doof... ich sags dir. natürlich wünscht sich jeder deiner leser auch mal genau das mitzuerleben, wo von du immer so nett traschst. ;-)
viel, viel spaß noch!
küsschen
jule

Anonym hat gesagt…

und ich muss dir noch sagen, dass ich dich echt sau hübsch finde. also das hochzeitsalbum, du in deinem roten kleid. wirklich bezaubernd! dauemn hoch!
küsschen,
jule

mama hat gesagt…

Hi Liebes,
natürlich sind wir neidisch und zwar jeden einzelnen Tag, seit wir wieder zurück in germany sind, aber wir freuen uns trotzdem für dich.
Und weil wir so großmütig sind, wünschen wir dir noch viele solche schönen Momente.

Hab Dich gaanz doll lieb.

Mama