leises Hintergrundgetrommel.... Dam, da dam, da dam, da dab dab dab dab dam, da dam, da dam, da dab dab dab dab... laaaangsam öffnet sich der vorhang. das Getrommel wird schneller, etwas lauter. Plötzlich setzt musik ein. Miss Marple lässt grüßen... spotlight! zwei scheinwerfer kreisen um die bühne, scheinen zu suchen und da. Tatsächlich. etwas bewegt sich. ein mensch... nein, sogar zwei! Unglaublich, aber wahr. das stehen sie. frisch, lächelnd, vielleicht ein bisschen verunsichert am anfang, da alle blicke auf ihnen ruhen. ein schritt, zwei, noch etwas zögerlich. Sie wissen nicht wo sie hinschauen sollen. Rufe und schreien um sie herum. aber auch staunen und ruhe. Man könnte es fast Schockmoment nennen. Ihre Schritte werden sicherer mit jedem Schritt, ja, sie verwandeln sich sogar in Selbstbewusstsein, Sicherheit! Hatte ich gesagt, dass man Unsicherheit sehen konnte? Davon ist nun nichts mehr übrig. Zielsicher wandern sie über die Bühne. Das staunen wird weniger, dich es ist noch deutlich spürbar. Aber die Schreie, die Zurufe werden vertrauter. Die beiden Wesesn, dem homo sapiens ähnlich, erwidern sie sogar. Sie scheinen die Sprache zu erwidern. Sie können sprechen? Ja, es scheint fast so. Anfangs waren nur unverständliche brocken zu hören. Wenn es eine Sprache war, dann eine, die man hier nicht kennt. Nun hört man Wörter wie "molo, unjani" klare deutliche Wege der Kommunikation. Xhosa. the way to communicate. Auch Englisch ist nicht selten. Die Wesen scheinen zu lernen, sich zu bemühen. Inzwischen hat man sogar schon den Eindruck alles sei völlig normal. was ist es denn, was so besonders erscheint? ist etwas anders? sie sind doch auch nur menschen.
ach, jetzt fällt es mir auf. es muss an den haaren liegen. solche haare, die hat hier niemand. und wenn ich genau hingucke... blaue augen, gibts hier auch nicht. aber sonst. irgendwas muss doch da noch sein... Ja! die lippen, sie sind rot! das müsste es eigentlich sein. haare, augen, lippen. "hey!", mein nachbar auf dem sitz neben mir stößt mich an, "sind die weiß?".
Das ist er, der alltägliche wahnsinn. na gut, das ist vielleicht ein bisschen übertrieben. man nennt so etwas hyperbel, nur mal so für die allgemeinbildung (und zum zeichen, dass ich hier nicht alles vergesse).
was ich euch eigentlich nur veranschaulichen möchte ist, wie wir uns gefühlt haben, fühlen und fühlen werden, als weiße im township. ich fühl mich wohl. das ist es nicht. es ist sogar sehr schön hier. und inzwischen gehören wir auch schon voll zur community dazu. hier dreht sich nämlich alles um die community, die gemeinschaft. ja, das kennt man so aus deutschland nicht. aber ich finde diesen zusammenhalt hier sehr schön. und noch schöner ist es ein teil davon zu werden, ein teil davon zu sein. Und dennoch gibt es situationen, in denen uns menschen staunend angucken, uns fragen, wo wir herkommen, was wir hier machen und wo wir wohnen. und die antwort "Mfuleni" erscheint vielen als unglaubwürdig. was die hautfarbe so alles bewirken kann. aber wir sind hier jetzt schon bekannt. wir kennen die art und weise des begrüßens, lernen die sprache und lernen die kultur kennen und verstehen. ein wundervoller ort. doch gerade letztens ist mir wieder aufgefallen mit welchen augen man manchmal gesehen wird. ein kind aus dem center hat mich gefragt, warum ich denn rote lippen hätte. ähh, ja, warum. weil, ähh... weil das so ist!? achso. andererseits achtet man auch auf die hautfarbe der menschen hier. es ist genial, wie unterschiedlich jeder mensch ist. es ist toll wie unetrschiedlich auch die haare sind. und es ist genial mal jemanden zu sehen, der nicht schwarze, sonder braune haare hat. alles solche kleinigkeiten, die man bemerkt, die aber völlig normal sind und einem gar nicht weiter als ungewöhnlich auffallen. und dann kommen solche fragen, wie die nach der farbe meiner lippen. darüber hatte ich vorher nie nachgedacht. das ist mir nicht mal bewusst aufgefallen. aber es stimmt.
in deutschland hatte ich angst davor menschen nicht auseinanderhalten zu können. aber das war völlig unbegründet. es gibt keinen unterschied zwischen den hautfarben. ob weiß, schwarz oder coloured. vollig egal. jeder mensch ist besonders und wunderbar gemacht - auf seine ganz eigene weise. doch trotzdem das hier jeder so sieht, fallen wir auf. alles geschöpfe gottes. so gleich und doch so verschieden.
und nächstes mal erzähl ich euch davon, was die hautfarbe für uns schon alles bewirkt hat. vorteile, möglichkeiten, die wir gerne wahrnehmen, die wir aber nicht aus dem grund der hautfarbe haben möchten. aber dazu dann bald mehr.
sobonana, ndiyanithanda (ich liebe euch)
Stop right here...
...
this is my new site... and you are welcome, of course!
I am in africa now. Far, far away. But you have got the possibility to stay in contact with me!! just read my posts below and answer them. Write me an e-mail or whatever...
And I will tell you what's going on down here!
Well, have fun!
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2 Kommentare:
inkali, manchmal liebe ich deinen schriebstil und denke mir, dass du dazu gemacht bist bücher zu schreiben. vergiss das mal nicht. komm mal wieder und mach mal ein buch über 1001 erfahrung über eine welt, die theoretisch in der einen welt da ist, aber praktisch was ganz was anderes ist ;-) also ich würd mir das buch kaufen *daumen-hoch* ich hab dich lieb! (die jule schreibt und denkt an dich)
Hi Inki,
ich würde doch das Buch geschenkt bekommen von Dir und auch von Miri, oder?
Aber bitte mit Widmung!
Alles Liebe
Mama
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