betriebsausflug auf afrikanisch? das sieht folgendermaßen aus...
weihnachten steht vor der tür... das center schließt bald, also muss man vorher noch mal schön gemeinsam wegfahren. gute idee! doch wohin?
hin-und her überlegen, wo ist es am schönsten und auch nicht so teuer? verschiedene vorschläge, doch letztendlich entscheidet die gruppe... ok. es geht nach gordon's bay! ab zu "spur" einer restaurantkette, die hier sehr populär ist. man sollte jedoch noch erwähnen, dass Spur ein restaurant südamerikanischer art ist, ganz im indiander style. lustige und schöne atmosphäre!
ach übrigens, unsere chefin hat auch geburtstag! erwartet uns da vielleicht noch ne überraschung?
12.00 uhr, ein weißer bus hält vor der tür, ich glaube man nennt ihn minibustaxi. den fahrer kennen wir schon. immer wenn irgendwelche ausflüge anstehen werden bestimmte taxifahrer gefragt, die zur familie von irgendjemandem gehören, oder mit irgendjemandem befreundet sind. "unser taxifahrer" hat jene solche beziehungen, vermute ich. unser betriebsausflug im minibustaxi kann beginnen! ohh, ich muss mich erst mal kurz korrigieren. ich glaube ich hab gesagt wir sind um 12.00 uhr losgefahren. ähh..ja... das wäre vielleicht deutsch gewesen, aber hier ist das ja alles etwas anders. besonders was die zeit betrifft. es war also geplant zu besagter zeit das schöne township mfuleni zu verlassen, aber gefahren sind wir erst um 12.15 uhr. was?? nur 15 minuten später. also ich muss ja sagen, es wundert mich selbst gerade, was ich hier lese. die afrikanische zeit steckt wirklich voller wunder. nur 15 minuten verspätung, das könnte sogar in deutschland passieren. hätten wir heute versucht uns noch besser an die afrikanische zeit anzupassen, wäre das deutlich ungünstig gewesen... glück gehabt. aber genug davon jetzt... ich war beim betriebsausflug.
ab ins taxi, volles haus...ähh... volles auto, und los. und nur kurze zeit später waren wir auch schon da. raus aus dem taxi und mal eben so nebenbei den wunderschönen ausblick genießen. türkisfarbenes meer, wunderschöner strand und ganz viel sonne! fuer sowas muesste man in deutschland von uns aus ne gaaaanze weile fahren... hier ist es fast vor der haustuer... aber ich moechte euch nicht neidisch machen... ;)
auf jeden fall waren wir dann koeniglich speisen. es gab sehr gutes essen mit ausgesprochen gutem service fuer wenig geld. gute service? aber hallo!
kurz bevor das essen kam hat ann beschlosen noch mal schnell zu pick und pay zu fahren um einen geburtstagskuchen zu kaufen. dann kam das essen, alle haben gegessen, anns essen wurde dann leider kalt. doch die beienung kam dann und hat gefragt, ob sie es warm stellen soll. als ann dann wieder kam hat sie sogar einen ganz frischen teller bekommen. gut. der teller war vielleicht nicht frisch, aber alles was drauf war schon. und ein paar minuten spaeter kamen die ganzen mitarbeiter des restaurants und haben den kuchen zu margaret gebracht, den ann gekauft hatte. der war sogar mit kerzen geschmueckt, dazu wurde dann schoen gesungen und es wurden uns sogar teller gebracht, damit wir den kuchen auch gleich dort essen konnten. so was wuerde es in deutschland nicht geben! das nenn ich service. dabei konnta man dort auch brownies und co kaufen und trotzdem haben sie nichts gesagt als wir mit dem supermarkt kuchen ankamen. tolle sache...
nach dem essen hieß es dann ab zum strand. da fängt dann das problem an. was passiert, wenn man inka und miri auf strand und meer los lässt? richtig! sie ziehen die schuhe aus, holen die cameras raus, krempeln die hosen höher und laufen zum und teils ins wasser. dann werden fotos gemacht und am besten lässt man ihnen dann ganz viel zeit. so war das auch gestern, nur leider haben alle anderen ein anderes verständnis von einem strandspaziergang als wir. sie sind zu einem stand gegangen an dem man mützen und hüte kaufen konnte und sind dann langsam zurück zum bus geschlendert. bedeutet: miri und ich sind kurz ins wasser, dann schnell ein paar fotos, hose gar nicht groß weiter hoch, muss reichen, noch ein bisschen am strand langLAUFEN und zurück zum bus. skeptische blicke der anderen blieben da nicht aus. so sind die europäer eben. warum die skeptischen blicke?? weil ich bei ca 30° trotz erkältung ins wasser gegangen bin. die afrikaner haben ein anderes verständnis von erkältungen und methoden wieder gesund zu werden. aber dazu vielleicht bald mehr.
insgesamt kann ich jedoch sagen, dass ich meinen ersten (!!!) betriebsausflug sehr genossen habe und man solche betriebsausflüge ruhig öfter mal machen kann!! schlagt doch euren firmen mal vor nach gordons bay zu fahren... innerhalb von so ein paar flugstunden ist man auch da. gut, die kosten sind ein problem.-.. regelt das und meldet euch, wenn ich euch vom flughafen abholen soll...
bis es soweit ist könnt ihr ja nochmal üben kommentare zu hinterlassen. die ergebnisse würde ich zu gerne sehen!
bis dahin liebe grüße!!!
inka
Stop right here...
...
this is my new site... and you are welcome, of course!
I am in africa now. Far, far away. But you have got the possibility to stay in contact with me!! just read my posts below and answer them. Write me an e-mail or whatever...
And I will tell you what's going on down here!
Well, have fun!
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welcome to...
Donnerstag, 27. November 2008
Mittwoch, 26. November 2008
christmas time...
...mistletoe and wine
Children singing christian rhyme
With logs on the fire and gifts on the tree
A time for rejoicing in all that we see. (Cliff Richard)
ich liebe dieses lied. ihr kennt es wahrscheinlich. dieses Lied gehörte zu hause immer zu den Liedern, die wir am heiligen abend beim essen gehört haben. besonders meine mama und ich haben dieses lied geliebt (und lieben es immer noch), auch wenn wir es dieses jahr nicht gemeinsam hören werden.
es ist ende november, die tage werden kürzer, die abende und nächte länger. mal ist es weiß, mal braun und matschig. draußen leuchten die straßenlaternen, bäume werden geschmückt, weihnachtsdeko hängt bald in den fenstern, kerzen werden angezündet, der erste advent kommt, dann der zweite, der dritte, der vierte. die spannung steigt, ein baum wird gekauft. duft von tannenzweigen liegt in der luft, nüsse verzieren den kaffetisch, frisch gebackene keckse füllen den magen. man begegnet sich freundlich, wünscht sich frohe weihnachten und wartet gemeinsam auf den weihnachtsmann, oder auf das wesentlich wichtigere - den heiligen abend, jesu geburt.
das ist die eine seite. die andere seite zeichnet sich dadurch aus, dass man gestresst von einem vorbeireitungstreffen zum anderen rennt, krippenspiel probe hier, weihnachtsfeier da, keckse sollen gebacken werden, baum kaufen, ach und die ganzen geschenke! was kann ich denn X dieses jahr schenken? was gibt es weihnachten zu essen? hab ich alles eingekauft, alles vorbereitet? oh nein, der adventskalender fehlt noch. und die kerzen für den advent...? blaue dieses jahr? in welchen farben soll denn der baum geschmückt werden? ab in die kirche, schon wieder voll.
beide seiten gibt es, beide seiten existieren nebeneinander zur gleichen zeit. man möchte gerne die besinnliche zeit als solche genießen und ist meist viel zu beschäftigt das zu tun, denn die endlos lange to do liste ist im weg. so kenn ich das noch von mir. die vorweihnachtszeit konnte auch die zeit der klausuren genannt werden. anstatt keckse backen lieber latein vokabeln lernen, anstatt die atmosphäre zu genießen lieber den calvin zyklus lernen. schade, dass viele menschen diese schöne zeit im jahr gar nicht richtig genießen können. und jetzt wo ich so weit weg von zu hause bin fällt es mir auf. all die jahre kam weihnachten so plötzlich. und dieses jahr merke ich, dass die vorweihnachstzeit schöner war, als ich es durch den ganzen stress wahrnehmen konnte... ich merke, dass sie vorhanden war, obwohl ich das in den letzten jahren nicht gemerkt habe. ich merke, dass sie da war, weil sie dieses jahr so anders da sein wird. schon komisch. mama, kannst du mal grad vorbeikommen und mein zimmer schmücken, bitte? du hast unser haus doch immer so schön geschmückt!
dieses jahr gibts dann kurze hose, sonnenbrand, top, strand, meer und 35° zu weihnachten. auch mal ne schöne abwechslung. mit nem mp3 player und weihnachtsmusik am strand sitzen... wär doch mal ne nette abwechslung.
die weihnachtsfeier vom center kam dem auf jeden fall schon relativ nahe. wir saßen alle draußen in der sonne, es wurde musik gespielt. nein, keine weihnachtsmusik, es gab house musik. meine mädels haben morris und rapper getanzt, es gab vorträge zum thema hiv und aids, sarafina wurde vorgetanzt und dann das highlight!
strahlende kinderaugen, als die vielen schönen geschenke verteilt wurden. ein geschenk für jedes kind. auch wenn erst november war, durfte alles ausgepackt und präsentiert werden. danach gabs das weihnachtsmahl: hühnchen, reis, kartoffelsalat und bohnen aus pappschalen und für jeden einen cooldrink. (besonders beliebt ist hier ginger beer - schmeckt echt ganz lecker). weihnachten mal anders... das einzige weihnachtliche an diesem tag war das lied "silent night, holy night" von den kleinsten im center. hinterher dann großaufräumaktion und dann ab nach hause spazieren und den sonnenuntergang am tafelberg genießen. gut, das haben wir nicht gemacht, weil wir einfach zu k.o. waren, aber es wäre ne möglichkeit...
meine erste weihnachtsfeier in afrika...
versteht mich bitte nicht falsch. es ist wundervoll weihnachten auch mal so zu erleben. es ist eben einfach nur sehr anders. aber das eine schließt das andere ja nicht aus! vielleicht werde ich das traditionelle, was ich seit meiner geburt kenne, dieses jahr vermissen, aber ich werde auch genießen, weihnachten mal so kennen zu lernen. und letztendlich geht es ja um das gleiche. Gott schickt seinen sohn und das wollen wir feiern.
in diesem sinne wünsche ich euch ne schöne und ENTSPANNTE vorweihnachtszeit! fahrt vorsichtig bei dem wetter und zieht euch warm an, denn es ist kalt! zündet sonntag ne kerze für mich mit an, ja!? und backt ein paar keckse für mich mit, die ihr dann in meinem namen esst oder so...
wie auch immer...
seid gesegnet.inka
Children singing christian rhyme
With logs on the fire and gifts on the tree
A time for rejoicing in all that we see. (Cliff Richard)
ich liebe dieses lied. ihr kennt es wahrscheinlich. dieses Lied gehörte zu hause immer zu den Liedern, die wir am heiligen abend beim essen gehört haben. besonders meine mama und ich haben dieses lied geliebt (und lieben es immer noch), auch wenn wir es dieses jahr nicht gemeinsam hören werden.
es ist ende november, die tage werden kürzer, die abende und nächte länger. mal ist es weiß, mal braun und matschig. draußen leuchten die straßenlaternen, bäume werden geschmückt, weihnachtsdeko hängt bald in den fenstern, kerzen werden angezündet, der erste advent kommt, dann der zweite, der dritte, der vierte. die spannung steigt, ein baum wird gekauft. duft von tannenzweigen liegt in der luft, nüsse verzieren den kaffetisch, frisch gebackene keckse füllen den magen. man begegnet sich freundlich, wünscht sich frohe weihnachten und wartet gemeinsam auf den weihnachtsmann, oder auf das wesentlich wichtigere - den heiligen abend, jesu geburt.
das ist die eine seite. die andere seite zeichnet sich dadurch aus, dass man gestresst von einem vorbeireitungstreffen zum anderen rennt, krippenspiel probe hier, weihnachtsfeier da, keckse sollen gebacken werden, baum kaufen, ach und die ganzen geschenke! was kann ich denn X dieses jahr schenken? was gibt es weihnachten zu essen? hab ich alles eingekauft, alles vorbereitet? oh nein, der adventskalender fehlt noch. und die kerzen für den advent...? blaue dieses jahr? in welchen farben soll denn der baum geschmückt werden? ab in die kirche, schon wieder voll.
beide seiten gibt es, beide seiten existieren nebeneinander zur gleichen zeit. man möchte gerne die besinnliche zeit als solche genießen und ist meist viel zu beschäftigt das zu tun, denn die endlos lange to do liste ist im weg. so kenn ich das noch von mir. die vorweihnachtszeit konnte auch die zeit der klausuren genannt werden. anstatt keckse backen lieber latein vokabeln lernen, anstatt die atmosphäre zu genießen lieber den calvin zyklus lernen. schade, dass viele menschen diese schöne zeit im jahr gar nicht richtig genießen können. und jetzt wo ich so weit weg von zu hause bin fällt es mir auf. all die jahre kam weihnachten so plötzlich. und dieses jahr merke ich, dass die vorweihnachstzeit schöner war, als ich es durch den ganzen stress wahrnehmen konnte... ich merke, dass sie vorhanden war, obwohl ich das in den letzten jahren nicht gemerkt habe. ich merke, dass sie da war, weil sie dieses jahr so anders da sein wird. schon komisch. mama, kannst du mal grad vorbeikommen und mein zimmer schmücken, bitte? du hast unser haus doch immer so schön geschmückt!
dieses jahr gibts dann kurze hose, sonnenbrand, top, strand, meer und 35° zu weihnachten. auch mal ne schöne abwechslung. mit nem mp3 player und weihnachtsmusik am strand sitzen... wär doch mal ne nette abwechslung.
die weihnachtsfeier vom center kam dem auf jeden fall schon relativ nahe. wir saßen alle draußen in der sonne, es wurde musik gespielt. nein, keine weihnachtsmusik, es gab house musik. meine mädels haben morris und rapper getanzt, es gab vorträge zum thema hiv und aids, sarafina wurde vorgetanzt und dann das highlight!
strahlende kinderaugen, als die vielen schönen geschenke verteilt wurden. ein geschenk für jedes kind. auch wenn erst november war, durfte alles ausgepackt und präsentiert werden. danach gabs das weihnachtsmahl: hühnchen, reis, kartoffelsalat und bohnen aus pappschalen und für jeden einen cooldrink. (besonders beliebt ist hier ginger beer - schmeckt echt ganz lecker). weihnachten mal anders... das einzige weihnachtliche an diesem tag war das lied "silent night, holy night" von den kleinsten im center. hinterher dann großaufräumaktion und dann ab nach hause spazieren und den sonnenuntergang am tafelberg genießen. gut, das haben wir nicht gemacht, weil wir einfach zu k.o. waren, aber es wäre ne möglichkeit...
meine erste weihnachtsfeier in afrika...
versteht mich bitte nicht falsch. es ist wundervoll weihnachten auch mal so zu erleben. es ist eben einfach nur sehr anders. aber das eine schließt das andere ja nicht aus! vielleicht werde ich das traditionelle, was ich seit meiner geburt kenne, dieses jahr vermissen, aber ich werde auch genießen, weihnachten mal so kennen zu lernen. und letztendlich geht es ja um das gleiche. Gott schickt seinen sohn und das wollen wir feiern.
in diesem sinne wünsche ich euch ne schöne und ENTSPANNTE vorweihnachtszeit! fahrt vorsichtig bei dem wetter und zieht euch warm an, denn es ist kalt! zündet sonntag ne kerze für mich mit an, ja!? und backt ein paar keckse für mich mit, die ihr dann in meinem namen esst oder so...
wie auch immer...
seid gesegnet.inka
Dienstag, 25. November 2008
liebe zukünftige Freiwillige...
... durch eine geheime quelle habe ich erfahren, dass ihr mit spannung die blogs der freiwilligen meines jahrgangs verfolgt. ob ihr meinen blog auch lest, gelesen habt oder lesen werdet weiß ich nicht, aber für den fall der fälle hier ein eintrag für euch.
ihr seid also bereit das abenteuer eures lebens anzutreten und ein jahr in einem fremden land zu verbringen. so ging es uns letztes jahr auch. und ich muss sagen, dass es für uns ziemlich seltsam ist zu wissen, dass schon die nächsten freiwilligen in den startlöchern stehen. dabei sind wir doch gerade erst ca 3 monate hier... aber die zeit vergeht wie im flug und ehe wir uns dessen bewusst werden seid ihr schon hier.
so ist das eben, so war es letztes jahr bei uns und den vorherigen freiwilligen auch und so wird es auch bei euch sein. dann werdet ihr wissen, was ich meine.
Ich hoffe ihr freut euch auf EUER jahr! es ist etwas ganz besonderes!
ich vermute mal, dass jetzt noch nicht genau feststeht wohin genau ihr gehen werdet, welches land, welche kultur. und ihr denkt bestimmt, dass ihr noch genug zeit habt euch auf alles vorzubereiten, was die zukunft bringt. aber das alles geht schneller als man denkt. vielleicht macht ihr grad euer abi und seid deswegen gestresst. doch das geht vorbei und zwar sehr, sehr schnell und dann kommt schon das vorbereitungsseminar, dann sind noch ein paar veranstaltungen bevor es dann wirklich los geht. und die letzetn monate waren bei mir gefühlte 3-4 wochen. ehe man es realisiert hat sitzt man im flieger auf dem weg in eine andere welt.
ihr werdet sehen, was ich meine.
aber gut... ich will euch nicht länger mit dem ganzen kram vollquatschen.
es wär aber sehr cool, wenn ihr nicht ganz so anonym bleiben würdet, sondern auch mal nen kommentar hinterlasst, oder so. ist für uns hier ganz interessant und für euch ja vielleicht auch...!?
liebe grüße!
inka
ihr seid also bereit das abenteuer eures lebens anzutreten und ein jahr in einem fremden land zu verbringen. so ging es uns letztes jahr auch. und ich muss sagen, dass es für uns ziemlich seltsam ist zu wissen, dass schon die nächsten freiwilligen in den startlöchern stehen. dabei sind wir doch gerade erst ca 3 monate hier... aber die zeit vergeht wie im flug und ehe wir uns dessen bewusst werden seid ihr schon hier.
so ist das eben, so war es letztes jahr bei uns und den vorherigen freiwilligen auch und so wird es auch bei euch sein. dann werdet ihr wissen, was ich meine.
Ich hoffe ihr freut euch auf EUER jahr! es ist etwas ganz besonderes!
ich vermute mal, dass jetzt noch nicht genau feststeht wohin genau ihr gehen werdet, welches land, welche kultur. und ihr denkt bestimmt, dass ihr noch genug zeit habt euch auf alles vorzubereiten, was die zukunft bringt. aber das alles geht schneller als man denkt. vielleicht macht ihr grad euer abi und seid deswegen gestresst. doch das geht vorbei und zwar sehr, sehr schnell und dann kommt schon das vorbereitungsseminar, dann sind noch ein paar veranstaltungen bevor es dann wirklich los geht. und die letzetn monate waren bei mir gefühlte 3-4 wochen. ehe man es realisiert hat sitzt man im flieger auf dem weg in eine andere welt.
ihr werdet sehen, was ich meine.
aber gut... ich will euch nicht länger mit dem ganzen kram vollquatschen.
es wär aber sehr cool, wenn ihr nicht ganz so anonym bleiben würdet, sondern auch mal nen kommentar hinterlasst, oder so. ist für uns hier ganz interessant und für euch ja vielleicht auch...!?
liebe grüße!
inka
Samstag, 22. November 2008
pop...corn...pop...
Eine 3mm hohe fettige Flüssigkeit bedeckt den Boden. Es ist heiß, sehr heiß. Ich kann der hitze kaum stand halten. Die flüssigkeit beginnt wellen zu schlagen, eine, zwei. Es spritzt, wirkt fast wie die spitze eines vulkans, der kurz vor dem ausbruch steht. Immer mehr und immer häufiger. Ich bin nicht allein, wir sind viele. Wie viele? Das kann ich nicht sagen, ich hab den überblick verloren. Uns allen steht die brühe bis zum hals. Wir versuchen herauszukommen, mal springt einer, mal ein anderere, doch es hilft nichts. Ich war nie der größte fan von schönheits-op’s. sonnenstudios gehörten auch nicht zu den orten meiner bevorzugten freizeitbeschäftigungen, quälen der schönheit wegen? Nein danke. Doch nun zwingt man mich. Ich habe keine wahl. Ich werde braun. Meine gelbgoldene haut wird dunkler. Vom güldenen keine spur mehr. Ich sehe keinen weg hier raus. Silberne mauern machen jegliche Fluchtwege zunichte. Es ist dunkel, der himmel ist schwarz. Ich vermisse die schönen sonnenstrahlen, die ich in Kindheitstagen genießen durfte, als meine haut noch weich und ich noch unschuldig war. Nun bin ich gereift durch die erfahrungen des Lebens. Geprägt von all den dingen, die man mir angetan hat. Und wieder hatte ich keine wahl. Ich scheine nur ein unbedeutender, passiver teil dieser Welt zu sein. Mit mir kann man es ja machen. Man riss mich fort von meinen freunden, von meiner Familie, die mir alles gegeben hat, was ich zum leben brauchte. Seid jahren fühle ich mich ausgetrocknet und leer. Zusammen mit vielen anderen meiner art wurde ich transportiert. Jegliche bekannte habe ich aus den augen verloren. Einsam und allein führte mich mein weg durch verschiedenste Orte dieser welt, jedoch war keiner vergleichbar mit der schönheit meiner Heimat. Werde ich sie je wieder sehen? Ich habe die hoffnung aufgegeben.
Wir wurden abgepackt, selbst die luft zum atmen wurde uns genommen. Eine durchsichtige plastiktüte stellte unser neues zu hause dar. Als diese dann endlich geöffnet wurde und wir alle froh waren wieder frische luft schnuppern zu dürfen wurde unser letztes bisschen hoffnung zerstört. Wir landeten hier, auf hartem grund. Die hitze wird unerträglicher. selbst die änderung meiner hautfarbe beschäftigt mich inzwischen nicht mehr. Ich habe wichtigeres zu tun. Zum beispiel um mein leben zu kämpfen. Ein sinnloser kampf.
Was ist das? Ein knall! Laut und unerträglich. Fast wie ein schrei. Etwas weißes fliegt gegen den schwarzen himmel und landet auf uns. Dann wieder und wieder und wieder und wieder. Was ist das? Ich glaube die armen zeitgenossen haben die hitze nicht mehr ausgehalten. Und ich fühle, dass auch meine zeit bald kommen wird. Nun werde ich durch die gegend geschleudert, verursacht wird dies durch die vielen explosionen der anderen hier. Orientierungslos versuche ich ruhe zu bewahren. Meine haut brennt, ich fühle mich voll. Die völle nimmt mich völlig ein. Atmen! Atmen! Ich…ich…plop.
Das einzige woran ich mich erinnern kann ist eine weiche landung. Der himmel kommt näher und näher. Ich kann ihn berühren. Aber warum ist alles unter mir weich? Warum bin ich dem himmel so nah? Ich schaue mich um, schaue mich um. Alles ist weiß. Meine gelbgoldene, braune haut ist einem weichen schaum gewichen. Und genauso scheint es meinen artgenossen ergangen sein. Anfangs nur eine dünne schicht auf dem boden, nun platzt der raum hier fast aus allen nähten. Ich werde an die decke gepresst, aber ich lebe. Ich lebe. Der himmel entfernt sich plötzlich, licht strömt in die dunkelheit und vertreibt sie. Heißer dampf schwebt an mir vorbei und bahnt sich den weg in die freihet. Auch er schien hier gefangen zu sein. Plötzlich rieselt etwas auf uns nieder, es ist weiß, hart und es kitzelt. Und dann werden wir alle wieder durcheinander gebracht, ich kenne das schon. Bloß nie zu lange an einer stelle bleiben, man könnte freunde finden. Doch dann werden wir aus dem gefängnis herausgetragen, dass uns für immer verändern sollte. Nur noch mit wenigen dürfen wir nun zusammen bleiben, wieder werden wir abgepackt. Diesmal in kleinen grauen beuteln. Und das letzte was mir zu sehen erlaubt ist, sind eine ganze reihe anderer maiskörner auf ihrem weg in den Kochtopf…

So oder so ähnlich müssen sich die kleinen maiskörnchen gefühlt haben, als wir vor ein paar wochen beim soccer tournament die weltrekord popcorn produktion gestartet haben. Und es war ein voller erfolg.
Ich weiß, das ist eigentlich nicht das, was ihr euch unter „berichten aus afrika“ vorstellt, aber es macht mir spaß so etwas zu schreiben. Also wundert euch nicht, lest es habt spaß dabei oder lasst es bleiben spaß dabei zu haben. Bald kommt wieder ein sinnvollerer eintrag… aber ganz ehrlich. Man sollte auch auf die kleinen dinge des lebens achten. Habt ihr euch schon mal gedanken darüber gemacht, wie sich so ein maiskorn fühlen könnte? Bestimmt nicht. So achten wir auf unsere umwelt… so gehen wir mit ihr um… ;)
Ach übrigens… bei meinen links könnt ihr auch meinen ersten offiziellen rundbrief finden – für all diejenigen unter euch, die ihn noch nicht glesen haben. Viel spaß dabei.
Ach und neue bilder hab ich auch. Und vielleicht schaffe ich es bald bei picasa ein paar videos hochzuladen. Also schaut auch da mal rauf.
Ansonsten kann ich noch sagen, dass wir heute im center unsere weihnachtsfeier feiern… die erste weihnachtsfeier in afrika…
Frohes Fest, merry christmas,
sobonana, inka
Wir wurden abgepackt, selbst die luft zum atmen wurde uns genommen. Eine durchsichtige plastiktüte stellte unser neues zu hause dar. Als diese dann endlich geöffnet wurde und wir alle froh waren wieder frische luft schnuppern zu dürfen wurde unser letztes bisschen hoffnung zerstört. Wir landeten hier, auf hartem grund. Die hitze wird unerträglicher. selbst die änderung meiner hautfarbe beschäftigt mich inzwischen nicht mehr. Ich habe wichtigeres zu tun. Zum beispiel um mein leben zu kämpfen. Ein sinnloser kampf.
Was ist das? Ein knall! Laut und unerträglich. Fast wie ein schrei. Etwas weißes fliegt gegen den schwarzen himmel und landet auf uns. Dann wieder und wieder und wieder und wieder. Was ist das? Ich glaube die armen zeitgenossen haben die hitze nicht mehr ausgehalten. Und ich fühle, dass auch meine zeit bald kommen wird. Nun werde ich durch die gegend geschleudert, verursacht wird dies durch die vielen explosionen der anderen hier. Orientierungslos versuche ich ruhe zu bewahren. Meine haut brennt, ich fühle mich voll. Die völle nimmt mich völlig ein. Atmen! Atmen! Ich…ich…plop.
Das einzige woran ich mich erinnern kann ist eine weiche landung. Der himmel kommt näher und näher. Ich kann ihn berühren. Aber warum ist alles unter mir weich? Warum bin ich dem himmel so nah? Ich schaue mich um, schaue mich um. Alles ist weiß. Meine gelbgoldene, braune haut ist einem weichen schaum gewichen. Und genauso scheint es meinen artgenossen ergangen sein. Anfangs nur eine dünne schicht auf dem boden, nun platzt der raum hier fast aus allen nähten. Ich werde an die decke gepresst, aber ich lebe. Ich lebe. Der himmel entfernt sich plötzlich, licht strömt in die dunkelheit und vertreibt sie. Heißer dampf schwebt an mir vorbei und bahnt sich den weg in die freihet. Auch er schien hier gefangen zu sein. Plötzlich rieselt etwas auf uns nieder, es ist weiß, hart und es kitzelt. Und dann werden wir alle wieder durcheinander gebracht, ich kenne das schon. Bloß nie zu lange an einer stelle bleiben, man könnte freunde finden. Doch dann werden wir aus dem gefängnis herausgetragen, dass uns für immer verändern sollte. Nur noch mit wenigen dürfen wir nun zusammen bleiben, wieder werden wir abgepackt. Diesmal in kleinen grauen beuteln. Und das letzte was mir zu sehen erlaubt ist, sind eine ganze reihe anderer maiskörner auf ihrem weg in den Kochtopf…
So oder so ähnlich müssen sich die kleinen maiskörnchen gefühlt haben, als wir vor ein paar wochen beim soccer tournament die weltrekord popcorn produktion gestartet haben. Und es war ein voller erfolg.
Ich weiß, das ist eigentlich nicht das, was ihr euch unter „berichten aus afrika“ vorstellt, aber es macht mir spaß so etwas zu schreiben. Also wundert euch nicht, lest es habt spaß dabei oder lasst es bleiben spaß dabei zu haben. Bald kommt wieder ein sinnvollerer eintrag… aber ganz ehrlich. Man sollte auch auf die kleinen dinge des lebens achten. Habt ihr euch schon mal gedanken darüber gemacht, wie sich so ein maiskorn fühlen könnte? Bestimmt nicht. So achten wir auf unsere umwelt… so gehen wir mit ihr um… ;)
Ach übrigens… bei meinen links könnt ihr auch meinen ersten offiziellen rundbrief finden – für all diejenigen unter euch, die ihn noch nicht glesen haben. Viel spaß dabei.
Ach und neue bilder hab ich auch. Und vielleicht schaffe ich es bald bei picasa ein paar videos hochzuladen. Also schaut auch da mal rauf.
Ansonsten kann ich noch sagen, dass wir heute im center unsere weihnachtsfeier feiern… die erste weihnachtsfeier in afrika…
Frohes Fest, merry christmas,
sobonana, inka
Freitag, 21. November 2008
Too young to marry…
Hi!
Hi…
Unjani?
Niphilile, enkosi. Unjaniwena?
On top, enkosi.
How’s life`?
Great! Yourself?
All right.
Cool.
So, what are you doing here?
A voluntary service.
Really? Where?
Here in mfuleni?
That’s great! Where do you stay?
Here in mfuleni?
Ok. Where exactly?
Somewhere around… that direction.
Where??
That direction.
Ok. So, how long do you stay?
I’ll be here for one year.
Really?
Yeah! We are leaving next august!
Ohh that’s great! So… you look beautiful!
Thank you.
How old are you?
Guess!
Mhh… 25?
No
I dunno, 27?
Nooo! 20.
Oh really? May I ask you a question?
Of course.
Ok, but it’s a personal question.
It’s fine.
Do you have a boyfriend?
No.
No???? why?
Why? Why not!??
and in germany?
NO! no means no.
Ohh ok. Well… you know, I like you.
Izzit? (is it)
Yeah...you know, you are very nice. Could you give me your cell phone number?
No, I don’t give my number to somebody I don’t know.
But you’ll get to know me then! I will call you and we can meet!
No. you don’t get my number today. Forget about that.
But, please man… I…ok… let me buy you a drink.
No thanks, I’m fine!
Come on!
Kulungile! (it’s fine)
Just a drink! Or give me your number!! I’d like to get to know you.
No. as I said. No.
Ok, got it. So… are you married?
No!?!! I am too young to marry?
Too young?
Yeah.
Why?
Because I say so.
But you know… I want to have a wife.
Look out for one.
I want to have a white wife.
Great, but it won’t be me. So go on searching.
But… I’d love to marry you. I will work, you could take care of the house.
What??? If I will marry, I won’t stay at home. I will work, the man can cook.
NO! listen, I will change your mind.
Never!
Listen girl, the wife has to stay at home. That’s the way it is.
I won’t be your wife, I won’t stay at home. That’s the way it is.
But…
No… come on now, leave me alone.
No, but listen…let me buy you a drink, or something else, anything!
No thanks… I’m fine. Ok, I think I have to go now.
But I want to get to now you.
But I will leave now. Bye.
das ist ein typischer dialog, wie wir ihn jedes wochenede erleben. wir haben uns schon daran gewöhnt, sind taffer geworden. am anfang war das doch etwas komisch... aber inzwischen ist es ganz normal. und es soll auch nicht negativ rüberkommen. das ist es gar nicht. die menschen hier sind super nett, nur manchmal nerven solche situationen eben auch. manchmal ist es aber auch lustig... kommt immer drauf an. ich wollte euch nur mal was zum schmunzeln geben und einen kleinen real life einblick.
ich denk an euch, hab euch lieb und warte auf kommentare... ;)
sobonana! esethu
Hi…
Unjani?
Niphilile, enkosi. Unjaniwena?
On top, enkosi.
How’s life`?
Great! Yourself?
All right.
Cool.
So, what are you doing here?
A voluntary service.
Really? Where?
Here in mfuleni?
That’s great! Where do you stay?
Here in mfuleni?
Ok. Where exactly?
Somewhere around… that direction.
Where??
That direction.
Ok. So, how long do you stay?
I’ll be here for one year.
Really?
Yeah! We are leaving next august!
Ohh that’s great! So… you look beautiful!
Thank you.
How old are you?
Guess!
Mhh… 25?
No
I dunno, 27?
Nooo! 20.
Oh really? May I ask you a question?
Of course.
Ok, but it’s a personal question.
It’s fine.
Do you have a boyfriend?
No.
No???? why?
Why? Why not!??
and in germany?
NO! no means no.
Ohh ok. Well… you know, I like you.
Izzit? (is it)
Yeah...you know, you are very nice. Could you give me your cell phone number?
No, I don’t give my number to somebody I don’t know.
But you’ll get to know me then! I will call you and we can meet!
No. you don’t get my number today. Forget about that.
But, please man… I…ok… let me buy you a drink.
No thanks, I’m fine!
Come on!
Kulungile! (it’s fine)
Just a drink! Or give me your number!! I’d like to get to know you.
No. as I said. No.
Ok, got it. So… are you married?
No!?!! I am too young to marry?
Too young?
Yeah.
Why?
Because I say so.
But you know… I want to have a wife.
Look out for one.
I want to have a white wife.
Great, but it won’t be me. So go on searching.
But… I’d love to marry you. I will work, you could take care of the house.
What??? If I will marry, I won’t stay at home. I will work, the man can cook.
NO! listen, I will change your mind.
Never!
Listen girl, the wife has to stay at home. That’s the way it is.
I won’t be your wife, I won’t stay at home. That’s the way it is.
But…
No… come on now, leave me alone.
No, but listen…let me buy you a drink, or something else, anything!
No thanks… I’m fine. Ok, I think I have to go now.
But I want to get to now you.
But I will leave now. Bye.
das ist ein typischer dialog, wie wir ihn jedes wochenede erleben. wir haben uns schon daran gewöhnt, sind taffer geworden. am anfang war das doch etwas komisch... aber inzwischen ist es ganz normal. und es soll auch nicht negativ rüberkommen. das ist es gar nicht. die menschen hier sind super nett, nur manchmal nerven solche situationen eben auch. manchmal ist es aber auch lustig... kommt immer drauf an. ich wollte euch nur mal was zum schmunzeln geben und einen kleinen real life einblick.
ich denk an euch, hab euch lieb und warte auf kommentare... ;)
sobonana! esethu
Freitag, 14. November 2008
klein und unscheinbar?
unglaublich aber wahr, hier trifft man jeden star.
mfuleni... klein aber oho... eigentlich ist mfuleni ein kleines township, was selbst hier in kapstadt nicht sonderlich bekannt ist. die größeren townships stellen unser kleines immer in den schatten. aber das ist jetzt vorbei!
vorhang auf für mfuleni... der ort, wo die stars (fast) zu hause sind.
ihr habt vielleicht davon gehört, schaut mal in die zeitungen. gestern war die eröffnung von einem projekt namens power child, das ca 200 meter von unserem center entfernt ist. dieses projekt wird unterstützt von leuten wie veronica ferres, jens lehmann, mario adorf und und und. und veronica, mario und ein paar andere berühmtheiten waren gestern hier. wir sind dann dorthin und standen mal eben mit veronica und mario am buffett und haben gegessen. nett, nett. schade nur, dass so viel geld in ein projekt gesteckt wird, auch in die eröffnung und man nicht mal informationen über dieses projekt bekommt, wenn man nachfragt. kein flyer, nicht mal ne erklärung. ich bin nicht sicher ob veronica als schirmherrin überhaupt weiß, was hier so abgeht und welche project dort laufen sollen. das gebäude ist zwar schön, aber nicht sehr groß. ich weiß nicht, wie sie es schaffen wollen die dinge umzusetzen, die im internet angepriesen werden... aber das werden wir sehen. das projekt ist eigentlich ne tolle sache, wenn es das hält was es verspricht, aber es wird so viel geld in etwas neues investiert, anstatt projekte vor ort zu unterstützen, die es dringend benötigen. ich halte euch auf dem laufenden. ihr erfahrt hier alles aus erster hand... schließlich wohne ich hier! ;)
macht euch kein falsches bild. es ist ne tolle sache, und ich bin gespannt was daraus wird. vielleicht können wir ja zusammen arbeiten, denn schließlich wollen wir ja alle die community fördern. und konkurrenz soll es ja nicht geben, das ist ja sinnlos.
ach und vielleicht kommt bald etwas darüber im fernsehen. das zdf war nämlich auch hier....
in diesem sinne ein schönes wochenende und liebe grüße!!
mfuleni... klein aber oho... eigentlich ist mfuleni ein kleines township, was selbst hier in kapstadt nicht sonderlich bekannt ist. die größeren townships stellen unser kleines immer in den schatten. aber das ist jetzt vorbei!
vorhang auf für mfuleni... der ort, wo die stars (fast) zu hause sind.
ihr habt vielleicht davon gehört, schaut mal in die zeitungen. gestern war die eröffnung von einem projekt namens power child, das ca 200 meter von unserem center entfernt ist. dieses projekt wird unterstützt von leuten wie veronica ferres, jens lehmann, mario adorf und und und. und veronica, mario und ein paar andere berühmtheiten waren gestern hier. wir sind dann dorthin und standen mal eben mit veronica und mario am buffett und haben gegessen. nett, nett. schade nur, dass so viel geld in ein projekt gesteckt wird, auch in die eröffnung und man nicht mal informationen über dieses projekt bekommt, wenn man nachfragt. kein flyer, nicht mal ne erklärung. ich bin nicht sicher ob veronica als schirmherrin überhaupt weiß, was hier so abgeht und welche project dort laufen sollen. das gebäude ist zwar schön, aber nicht sehr groß. ich weiß nicht, wie sie es schaffen wollen die dinge umzusetzen, die im internet angepriesen werden... aber das werden wir sehen. das projekt ist eigentlich ne tolle sache, wenn es das hält was es verspricht, aber es wird so viel geld in etwas neues investiert, anstatt projekte vor ort zu unterstützen, die es dringend benötigen. ich halte euch auf dem laufenden. ihr erfahrt hier alles aus erster hand... schließlich wohne ich hier! ;)
macht euch kein falsches bild. es ist ne tolle sache, und ich bin gespannt was daraus wird. vielleicht können wir ja zusammen arbeiten, denn schließlich wollen wir ja alle die community fördern. und konkurrenz soll es ja nicht geben, das ist ja sinnlos.
ach und vielleicht kommt bald etwas darüber im fernsehen. das zdf war nämlich auch hier....
in diesem sinne ein schönes wochenende und liebe grüße!!
Mittwoch, 5. November 2008
attention please. die weißen kommen.
leises Hintergrundgetrommel.... Dam, da dam, da dam, da dab dab dab dab dam, da dam, da dam, da dab dab dab dab... laaaangsam öffnet sich der vorhang. das Getrommel wird schneller, etwas lauter. Plötzlich setzt musik ein. Miss Marple lässt grüßen... spotlight! zwei scheinwerfer kreisen um die bühne, scheinen zu suchen und da. Tatsächlich. etwas bewegt sich. ein mensch... nein, sogar zwei! Unglaublich, aber wahr. das stehen sie. frisch, lächelnd, vielleicht ein bisschen verunsichert am anfang, da alle blicke auf ihnen ruhen. ein schritt, zwei, noch etwas zögerlich. Sie wissen nicht wo sie hinschauen sollen. Rufe und schreien um sie herum. aber auch staunen und ruhe. Man könnte es fast Schockmoment nennen. Ihre Schritte werden sicherer mit jedem Schritt, ja, sie verwandeln sich sogar in Selbstbewusstsein, Sicherheit! Hatte ich gesagt, dass man Unsicherheit sehen konnte? Davon ist nun nichts mehr übrig. Zielsicher wandern sie über die Bühne. Das staunen wird weniger, dich es ist noch deutlich spürbar. Aber die Schreie, die Zurufe werden vertrauter. Die beiden Wesesn, dem homo sapiens ähnlich, erwidern sie sogar. Sie scheinen die Sprache zu erwidern. Sie können sprechen? Ja, es scheint fast so. Anfangs waren nur unverständliche brocken zu hören. Wenn es eine Sprache war, dann eine, die man hier nicht kennt. Nun hört man Wörter wie "molo, unjani" klare deutliche Wege der Kommunikation. Xhosa. the way to communicate. Auch Englisch ist nicht selten. Die Wesen scheinen zu lernen, sich zu bemühen. Inzwischen hat man sogar schon den Eindruck alles sei völlig normal. was ist es denn, was so besonders erscheint? ist etwas anders? sie sind doch auch nur menschen.
ach, jetzt fällt es mir auf. es muss an den haaren liegen. solche haare, die hat hier niemand. und wenn ich genau hingucke... blaue augen, gibts hier auch nicht. aber sonst. irgendwas muss doch da noch sein... Ja! die lippen, sie sind rot! das müsste es eigentlich sein. haare, augen, lippen. "hey!", mein nachbar auf dem sitz neben mir stößt mich an, "sind die weiß?".
Das ist er, der alltägliche wahnsinn. na gut, das ist vielleicht ein bisschen übertrieben. man nennt so etwas hyperbel, nur mal so für die allgemeinbildung (und zum zeichen, dass ich hier nicht alles vergesse).
was ich euch eigentlich nur veranschaulichen möchte ist, wie wir uns gefühlt haben, fühlen und fühlen werden, als weiße im township. ich fühl mich wohl. das ist es nicht. es ist sogar sehr schön hier. und inzwischen gehören wir auch schon voll zur community dazu. hier dreht sich nämlich alles um die community, die gemeinschaft. ja, das kennt man so aus deutschland nicht. aber ich finde diesen zusammenhalt hier sehr schön. und noch schöner ist es ein teil davon zu werden, ein teil davon zu sein. Und dennoch gibt es situationen, in denen uns menschen staunend angucken, uns fragen, wo wir herkommen, was wir hier machen und wo wir wohnen. und die antwort "Mfuleni" erscheint vielen als unglaubwürdig. was die hautfarbe so alles bewirken kann. aber wir sind hier jetzt schon bekannt. wir kennen die art und weise des begrüßens, lernen die sprache und lernen die kultur kennen und verstehen. ein wundervoller ort. doch gerade letztens ist mir wieder aufgefallen mit welchen augen man manchmal gesehen wird. ein kind aus dem center hat mich gefragt, warum ich denn rote lippen hätte. ähh, ja, warum. weil, ähh... weil das so ist!? achso. andererseits achtet man auch auf die hautfarbe der menschen hier. es ist genial, wie unterschiedlich jeder mensch ist. es ist toll wie unetrschiedlich auch die haare sind. und es ist genial mal jemanden zu sehen, der nicht schwarze, sonder braune haare hat. alles solche kleinigkeiten, die man bemerkt, die aber völlig normal sind und einem gar nicht weiter als ungewöhnlich auffallen. und dann kommen solche fragen, wie die nach der farbe meiner lippen. darüber hatte ich vorher nie nachgedacht. das ist mir nicht mal bewusst aufgefallen. aber es stimmt.
in deutschland hatte ich angst davor menschen nicht auseinanderhalten zu können. aber das war völlig unbegründet. es gibt keinen unterschied zwischen den hautfarben. ob weiß, schwarz oder coloured. vollig egal. jeder mensch ist besonders und wunderbar gemacht - auf seine ganz eigene weise. doch trotzdem das hier jeder so sieht, fallen wir auf. alles geschöpfe gottes. so gleich und doch so verschieden.
und nächstes mal erzähl ich euch davon, was die hautfarbe für uns schon alles bewirkt hat. vorteile, möglichkeiten, die wir gerne wahrnehmen, die wir aber nicht aus dem grund der hautfarbe haben möchten. aber dazu dann bald mehr.
sobonana, ndiyanithanda (ich liebe euch)
ach, jetzt fällt es mir auf. es muss an den haaren liegen. solche haare, die hat hier niemand. und wenn ich genau hingucke... blaue augen, gibts hier auch nicht. aber sonst. irgendwas muss doch da noch sein... Ja! die lippen, sie sind rot! das müsste es eigentlich sein. haare, augen, lippen. "hey!", mein nachbar auf dem sitz neben mir stößt mich an, "sind die weiß?".
Das ist er, der alltägliche wahnsinn. na gut, das ist vielleicht ein bisschen übertrieben. man nennt so etwas hyperbel, nur mal so für die allgemeinbildung (und zum zeichen, dass ich hier nicht alles vergesse).
was ich euch eigentlich nur veranschaulichen möchte ist, wie wir uns gefühlt haben, fühlen und fühlen werden, als weiße im township. ich fühl mich wohl. das ist es nicht. es ist sogar sehr schön hier. und inzwischen gehören wir auch schon voll zur community dazu. hier dreht sich nämlich alles um die community, die gemeinschaft. ja, das kennt man so aus deutschland nicht. aber ich finde diesen zusammenhalt hier sehr schön. und noch schöner ist es ein teil davon zu werden, ein teil davon zu sein. Und dennoch gibt es situationen, in denen uns menschen staunend angucken, uns fragen, wo wir herkommen, was wir hier machen und wo wir wohnen. und die antwort "Mfuleni" erscheint vielen als unglaubwürdig. was die hautfarbe so alles bewirken kann. aber wir sind hier jetzt schon bekannt. wir kennen die art und weise des begrüßens, lernen die sprache und lernen die kultur kennen und verstehen. ein wundervoller ort. doch gerade letztens ist mir wieder aufgefallen mit welchen augen man manchmal gesehen wird. ein kind aus dem center hat mich gefragt, warum ich denn rote lippen hätte. ähh, ja, warum. weil, ähh... weil das so ist!? achso. andererseits achtet man auch auf die hautfarbe der menschen hier. es ist genial, wie unterschiedlich jeder mensch ist. es ist toll wie unetrschiedlich auch die haare sind. und es ist genial mal jemanden zu sehen, der nicht schwarze, sonder braune haare hat. alles solche kleinigkeiten, die man bemerkt, die aber völlig normal sind und einem gar nicht weiter als ungewöhnlich auffallen. und dann kommen solche fragen, wie die nach der farbe meiner lippen. darüber hatte ich vorher nie nachgedacht. das ist mir nicht mal bewusst aufgefallen. aber es stimmt.
in deutschland hatte ich angst davor menschen nicht auseinanderhalten zu können. aber das war völlig unbegründet. es gibt keinen unterschied zwischen den hautfarben. ob weiß, schwarz oder coloured. vollig egal. jeder mensch ist besonders und wunderbar gemacht - auf seine ganz eigene weise. doch trotzdem das hier jeder so sieht, fallen wir auf. alles geschöpfe gottes. so gleich und doch so verschieden.
und nächstes mal erzähl ich euch davon, was die hautfarbe für uns schon alles bewirkt hat. vorteile, möglichkeiten, die wir gerne wahrnehmen, die wir aber nicht aus dem grund der hautfarbe haben möchten. aber dazu dann bald mehr.
sobonana, ndiyanithanda (ich liebe euch)
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